Allgemein · Wettkämpfe

Rückblick Frühjahr/Sommer 2017

Grüß Euch !

Aus Zeit- und Motivationsgründen, gabs von mir ne Weile nichts mehr zu lesen. Wobei die Lust eigentlich immer da war, aber gibt nun mal Phasen, wo man auch solche Dinge vor sich herschiebt.

Zum Glück geschah dies jedoch nicht in Bezug auf meine anhaltende Laufbegeisterung. Mein letzter Beitrag war ja Anfang Februar, über meine Teilnahme beim Frostwiesenlauf, wonach ich ja mächtige Schmerzen im linken Fuß hatte, und eine Laufpause einlegen mußte.

Nach einigen gescheiterten Testläufen, ging es dann aber irgendwann wieder schmerzfrei weiter, erstmals war in der der zweiten März-Woche wieder ein langer Lauf auf dem Tempelhofer Feld drin.

Tempelhofer Feld März 2017
Tempelhofer Feld März 2017

Glücklicherweise trat danach keine Verschlechterung ein, und ich konnte meine nächste Teilnahme an einer Veranstaltung anvisieren. Gewählt hatte ich dafür den Birkenwäldchenlauf, in Berlin-Treptow. Ein 10km-Lauf durch den Wald, im Rahmen des Berliner Läufercups, für den ich mich dieses Jahr angemeldet hatte um das eine oder andere Pünktchen zu sammeln.

Bei wärmender Frühjahrssonne, an letzten März-Wochenende, machten sich jedoch eine Mischung aus einerseits Trainingsrückstand bemerkbar, aber auch die fehlende Ruhephase in der Laufwoche davor. Es kam zwar letztendlich eine gute Zeit heraus, die ich mir allerdings schwer erkämpfen mußte.

46:37min, Platz 54 (von145). In Altersklasse der 9.Platz, was noch für 14 Punkte für den Berliner-Läufercup reichte.

Birkenwäldchen 2017
Birkenwäldchen 2017

Dementsprechend skeptisch war ich dann für meinen ersten Saisonhöhepunkt, dem Airport NightRun 2017, auf dem noch immer nicht eröffneten Flughafen Berlin-Schönefeld.

Das ich die Halbmarathon-Distanz schaffen würde, da lagen eigentlich weniger meine Bedenken. Allerdings hatte ich mir ursprünglich für den Tag vorgenommen, eine neue Bestzeit auf der Streckenlänge anzugehen. Das dies auf dem ausnahmslos flachen Geläuf möglich ist, wußte ich noch vom vorjährigen Lauf an gleicher Stelle, wo ich ebenfalls gut unterwegs war, und nur knapp meine persönlich Bestzeit um 4 Sekunden verpasste. Dies gelang mir dann später aber deutlich, bei der Hella Marathon Nacht 2016 in Rostock.

1:42:46 war also an dem Samstagabend, Anfang April, zu unterbieten. Wirklich dran glauben konnte ich nicht, aber wollte es versuchen. Das Wetter passte, die Atmosphäre dort sowieso. Außerdem war ich bei meinen wenigen Abendveranstaltungen eh immer recht flott unterwegs.

Entgegen aller Bedenken, lief das Rennen vom ersten Moment an grandios. Ich fand schnell meinen Rhythmus und konnte diesen, und auch die Pace, bis zum Ende halten. Tatsache stand die Uhr auf neuer PB. Fast 1,5 Minuten schneller als die alte Bestmarke: 1:41:17

 

Bereits eine Woche später, am Karfreitag, erwartete mich eine wahre Härteprüfung. Mein zweiter Marathon, nach Mein Marathon-Debüt in 2016. Nämlich die Teilnahme am 3.Viktoria Marathon, im gleichnamigen Park in Berlin-Kreuzberg. Ein liebevoll privat organisierter Lauf.

Was als entpannter Trainingsmarathon gedacht war, entpuppte sich aber als eine Ochsentour, wie ich ihn noch nicht gelaufen bin. Vorgewarnt wurde ich ja, und kannte ja auch bißchen das Gefälle im Viktoriapark.
Insgesamt 800 Höhenmeter gab es auf den 9x 4,75km-Runden zu bewältigen. Das war doppelt soviel wie ich dieses Jahr ingesamt an Höhenmeter trainiert hatte, nur da eben verteilt auf 550km. Und jetzt das Doppelte auf einen Schlag, in einem Marathon.

Bis Km 35 ging es noch, aber danach wurde jeder Schritt eine Herausforderung, die Oberschenkel brannten und ich hatte Sorge, das bald Krämpfe auftreten. An der letzten Steigung ging der Puls bis auf 185.

Aber ich konnte mich durchbeißen und kam immerhin noch laufend im Ziel an.

Das es alle ins Ziel geschafft haben, ist da schon ne enorme Leistung. Glückwunsch allen dazu, und nochmals danke für die sehr gut gestaltete Organisation von Torpe Do und seinen fleissigen Helfern.

Zeiten waren absolut nebensächlich. 20 Minuten hab ich eh insgesamt an dem ründlichen Verpflegungspunkt verbracht, und das war auch gut so.

Vor dem Start im Viktoriapark
Vor dem Start im Viktoriapark
Viktoriapark im Ziel
Viktoriapark im Ziel

 

Die Wochen danach sollten sich als die schwerste Zeit, in meinem bisherigen noch kurzen Läuferleben, erweisen. War ich bis dahin immer noch von langwierigen Blessuren verschont geblieben, erwischte es mich dieses Jahr bereits zum zweiten Mal, und es war erst Mitte April.

Schmerzen im rechten Oberschenkel, teilweise auch in Leiste, der Ort wechselte öfters. Oftmals war auch kein schmerzfreies Gehen möglich. Arztbesuche brachten keine Klarheit der Ursache, Ruhepausen nützten auch nichts. Wenn ich mal Laufen war, wurde es meist während der Bewegung besser, danach war es dann aber wieder wie vorher.

Das ganze stimmte mich etwas mies, immerhin stand im Mai mein erster internationaler Lauf auf der Agenda. Marathon in Kopenhagen. Alles schon ewig gebucht und bezahlt.

Die Zeit bis zum 21.Mai war schnell herum. Die letzten 3 Wochen vorher nur einmal zwischendurch ein 10er im Rahmen des Läufercups absolviert, ansonsten nur auf Fahrrad die Beine in Bewegung gehalten. Die Oberschenkelverletzung, vermutlich zugezogen beim Beinkrafttraining, hielt sich sehr hartnäckig.
Die beiden Tage vor dem Start zeigten aber erhebliche Verbesserung und ich war schmerzfrei. Daher entschied ich mich anzutreten. Ich hoffe das ich nicht zuviel Form eingebüßt hatte, und einfach nur gut durchkomme. Ein Spaziergang würde das jedenfalls nicht werden, zumal ich in den Wochen zuvor auch leider etwas Kampfgewicht zugelegt hatte.

Am Morgen vor dem Wettkampf also ab in den Flieger und Nachmittags zur Messe, wo auch die Startnummernausgabe erfolgte. Netterweise gab es kostenlos noch ein Eventshirt dazu, in guter Qualität von NikeRunning. Nicht unbedingt im Allgemeinen so üblich, erfreute mich daher umso mehr.

 

Auch im Allgemeinen erwies sich der Lauf als sehr gut organisiert. Besonders vom Start/Ziel können sich einige Organisatoren noch was abgucken. Auch wenn mit 12000 Startern die Masse vielleicht nicht an andere Großveranstaltungen ranreicht, aber die Kleiderabgabe und den Bereich für Vorbereitungen direkt auf die Wiese neben den Startbereich zu legen, das war schon genial. Da war nichts mit ewig im Block bereits auf den Start warten. Ganz entspannt formierte man sich 15min vorher in die Blöcke. Die Stimmung dort war ebenfalls grandios: Video vom meinem Start

Vor dem Start
Vor dem Start
Blick auf Startgebiet
Blick auf Startgebiet
Warten auf den Start
Warten auf den Start
Warten auf den Start
Warten auf den Start

Wie man ja schon auf den ersten Fotos sieht, war Kaiserwetter. Jedoch war es der erwartet schwierige Gang. 1 Monat ohne richtiges Training vorher, machen sich dann doch bemerkbar.
Die Beine waren eigentlich schon bei 30km durch, nur der Kopf war stärker und erledigte den Rest.
Dennoch lag ich 7km vor dem Ziel noch klar auf Bestzeit, selbst bei Km40 noch knapp. Wenn man aber für die letzten 2km dann 14 Minuten braucht, dann wird das nüscht.
Aber immerhin konnte ich Gehpausen vermeiden, mit Ausnahme der letzten beiden Verpflegungsstationen, da ging dann die dringend benötigte Aufnahme natürlich vor.
Bin jedenfalls in Anbetracht der Vorgeschichte sehr zufrieden.

Im Endeffekt blieb ich immerhin noch unter 4 Stunden und verpasste nur knapp meine Debutzeit aus Berlin.

Zieleinlauf
Zieleinlauf
Urkunde Kopenhagen 2017
Urkunde Kopenhagen 2017

Eine super Veranstaltung, mit nach meinen Geschmack top Powerzonen (hier mein Durchlauf bei KM21).

Zuschauer brachten mir ebenfalls einige Gänsepellen, besonders in den engen Gassen der Fussgängerzonen. Zieleinlauf auch besser als in Berlin, da ebenfalls wesentlich näher an Zuschauer.
Kosten und Mühen haben sich gelohnt. Sehr geil !

Betrübt wurde das ganze etwas, das ich nach dem Kopenhagen Marathon wieder die alten Probleme in Oberschenkel/Leiste hatte. Zwar nicht mehr ganz so heftig, aber sie waren wieder da.

Immerhin konnte ich 4 Tage danach aber noch an einem 10km-Lauf im Recknitztal teilnehmen. Das liegt an der Ostsee, wohin es am Tag nach dem Marathon nämlich noch mit der Fähre in den einwöchigen Urlaub ging.

 

Ansonste war dort aber leider gar nicht an Laufen zu denken, was sehr schade war. Immerhin sind ja die Morgenläufe in Rerik für mich immer was Besonderes.

Wie ging es also weiter ? Immerhin standen im Hochsommer noch meine nächsten Ziele vor der Tür. Der 29 Stunden-Lauf in Zehdnick, die 2er-Staffel beim Mauerweglauf und wieder der HM in Rostock. Alles in Gefahr ? Wie es ab Juni weiterging, lest ihr in meinem nächsten Blogartikel.

Bis denne, Jenne.

 

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Ein Kommentar zu „Rückblick Frühjahr/Sommer 2017

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